Darmkrebs: Gut informiert bei sozialrechtlichen Fragen

Für Darmkrebsbetroffene tauchen viele Fragen im Umgang mit ihrer Erkrankung auf, wie beispielsweise:

  • Kann ich eine onkologische Rehabilitation beantragen?
  • Wie komme ich im Berufsalltag mit meiner Erkrankung klar?
  • Wer übernimmt langfristig die Kosten und welche Hilfsangebote stehen mir zu?

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Foto: Krebsinformationsdienst, DKFZ

In Kooperation mit der Deutschen ILCO e.V. hat der Krebsinformationsdienst ein Faltblatt erstellt, das die neuesten Informationen zu sozialrechtlichen Themen bietet. Vier Betroffene zwischen 45 und 81 Jahren schildern in dem Flyer „Darmkrebs? Gut informiert bei sozialrechtlichen Fragen“ ihre ganz persönlichen Ängste, Sorgen und Fragen rund um ihr Leben mit Darmkrebs. Der Flyer liefert Orientierung und bietet erste Antworten auf diese und weitere Fragen aus dem Alltag Betroffener. Außerdem nennt er wichtige Ansprechpartner, Anlaufstellen und Adressen und gibt praktische Tipps.

Der Flyer kann im Internet unter folgendem Link abgerufen werden: https://www.ilco.de/darmkrebs/sozialrechtliche-fragen/

 

Quelle: Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

Krebskliniken im Schwitzkasten eines Medikamentenherstellers

In den letzten Jahren ist es zu einer Preisexplosion bei Carmustin gekommen, einem unverzichtbaren Arzneimittel in der Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Lymphknotenkrebs. Nach kontinuierlicher Preissteigerung seit 2013 hat sich der Preis zu Beginn dieses Jahres nochmals verdreifacht. Der Vorgang ist ein weiteres Beispiel für die fortbestehenden Unsicherheiten der medikamentösen Versorgung von Krebspatienten, vor allem mit älteren Arzneimitteln außerhalb des Patentschutzes.

Krebskliniken im Schwitzkasten eines Medikamentenherstellers


Seit mehreren Jahren gibt es wiederholt Engpässe bei Arzneimitteln gegen Krebs und andere lebensbedrohliche Erkrankungen. Die Gründe sind vielfältig. Sie reichen von Problemen bei der Herstellung bis zur Rückgabe der Zulassung aus wirtschaftlichen Gründen. Das Krebsmedikament Carmustin wird seit mehr als 40 Jahren in der Behandlung von bösartigen Tumoren eingesetzt. Es ist heute ein fester und unersetzbarer Bestandteil der vorbereitenden Chemotherapie vor autologen Blutstammzelltransplantationen. Vor allem Kinder und Erwachsene mit aggressivem Lymphknotenkrebs sind darauf angewiesen. Der frühere Inhaber des Medikamentes hatte die Lizenz für Carmustin 2013 abgegeben. Seither gibt es weltweit nur einen einzigen Hersteller. Im gleichen Zeitraum kam es immer wieder zu drastischen Preissteigerungen für dieses Arzneimittel. Seit erneutem Wechsel des Alleinimporteurs für Deutschland Anfang 2018 hat sich der Preis für Carmustin nochmals stark erhöht und beträgt mittlerweile mehr als das 40-Fache des Preises von vor 2013!

Tumorkliniken und die betroffenen Krebspatienten sind dieser monopolistischen Preisgestaltung hilflos ausgeliefert. Sie bedeutet für die Kliniken eine dramatische finanzielle Mehrbelastung, die im aktuellen Vergütungssystem dazu führt, dass autologe Blutstammzelltransplantationen mit Carmustin nicht mehr kostendeckend durchgeführt werden können. Jede einzelne Transplantation führt derzeit zu einem Verlust von mehreren tausend Euro für die transplantierende Klinik. Prof. Dr. med. Nicolaus Kröger, Sprecher der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation e.V. (DAG-KBT): “Eine derart rasante Kostensteigerung ist durch die aktuellen Vergütungsmechanismen im DRG-System nicht aufzufangen. Diese Risiken können nicht von den Krankenhäusern getragen werden. Für Medikamente dieser Art muss eine dynamische Refinanzierung ins Vergütungssystem implementiert werden!”

Prof. Dr. med. Michael Hallek, Geschäftsführender Vorsitzender der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie, weist darauf hin, dass insbesondere die Monopolisierung in der Herstellung von Arzneimitteln mit abgelaufenem Patentschutz zu einer hohen Abhängigkeit führt: “Hier müssen wir gemeinsam mit der Politik dafür sorgen, dass eine Balance zwischen einem auskömmlichen Mindestpreis und dem Schutz vor unkalkulierbaren Preisexplosionen gefunden wird. Einerseits muss es sich lohnen, die Medikamente sicher und in hoher Qualität herzustellen. Andererseits dürfen Herstellungsmonopole nicht zulasten solidarischer Gesundheitssysteme und zulasten von Krebspatienten missbraucht werden, wenn der Patentschutz abgelaufen ist. Der neu installierte ‘Jour Fixe zu Liefer- und Versorgungsengpässen’ des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit Beteiligung der wissenschaftlichen Fachgesellschaften ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Erarbeitung gemeinsamer Lösungen.”

DGHO, DAG-KBT, die Arbeitsgemeinschaft Zelltherapie der Deutschen Lymphom-Allianz (GLA) und die Patientenorganisation Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe (DLH) fordern von der Politik weitere Maßnahmen zur Sicherung der Versorgung mit unverzichtbaren Krebsmedikamenten auf nationaler und auf europäischer Ebene.

Quelle: Dt. Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie e.V.

 

Innovationen in der Krebsdiagnostik

Fortschritte in der Krebsdiagnostik wurden auch beim Deutschen Krebskongress 2018 in Berlin vorgestellt.

Innovationen in der Diagnostik

Moderne Bildgebungsverfahren, die nicht nur die anatomische Lage eines Tumors abbilden, sondern auch funktionelle Informationen über den Tumor liefern, bringen deutliche Fortschritte in der Krebsversorgung. Das gilt zum Beispiel für die multiparametrische MRT bei der Diagnose des Prostatakarzinoms. Knapp 70.000 Männer erkranken jährlich daran neu. Die entscheidende Frage in der Primärdiagnostik lautet: Welcher Patient trägt einen rasch wachsenden aggressiven Tumor in sich, der unbedingt behandelt werden muss, und wo kann aufgrund eines niedrigen Risikoprofils zunächst mit der Behandlung abgewartet werden? Die multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) ist das derzeit empfindlichste bildgebende Verfahren, um ein Prostatakarzinom abzubilden. Sie liefert zudem wichtige funktionelle Informationen, etwa über die Durchblutung des Tumors und seine Zelldichte, was wiederum Hinweise auf die individuelle Aggressivität gibt. Eine mpMRT kann damit sowohl anatomische als auch biologische Daten erfassen − die Ergebnisse tragen zu einer besseren Risikoabschätzung bei und ermöglichen eine gezielte Stanzbiopsie. Die mpMRT hat mittlerweile sogar Eingang die aktuelle Leitlinie des Leitlinienprogramms Onkologie gefunden, zum Beispiel, wenn nach einer negativen systematischen Biopsie der Verdacht auf ein Prostatakarzinom weiterbesteht oder wenn ein Patient die aktive Überwachung in Erwägung zieht.

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Prof. Dr. Dipl.-Phys. Heinz-Peter Schlemmer, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg

Die Grenzen dieser Methode liegen dort, wo die Diagnose mit der MRT nicht hinreichend eindeutig ist: etwa beim Staging, wenn Lymphknotenmetastasen identifiziert werden sollen. Hier ist dieHybridbildgebung gefragt. In der Computertomographie (CT) oder der MRT können befallene Lymphknoten nur dann identifiziert werden, wenn sie eine bestimmte Größe erreicht haben. Bessere Resultate lassen sich in Kombination mit der Positronenemissionstomographie, kurz PET, erzielen. Die PET-MRT-Hybridbildgebung ist ein sehr aussichtsreiches Zukunftsfeld. Die strahlungsfreie MRT zeichnet sich durch einen hohen Weichteilkontrast aus, die Positronenemissionstomographie mit einem geeigneten Radiotracer ist hochempfindlich und kann deshalb selbst kleinste Tumorherde sichtbar machen.

Quelle: Pressemitteilung Deutscher Krebskongress 2018

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Gemeinsamer Bundesausschuss G-BA bestätigt Wirksamkeit des Hochintensiven fokussierten Ultraschall (HIFU)

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Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in einem aktuellen Beschluss entschieden, dass der ultraschall-gesteuerte hochintensive fokussierte Ultraschall (HIFU) als Behandlungsmethode bei nicht chirurgisch behandelbaren bösartigen Neubildungen des Bauchspeicheldrüsenkrebses (Pankreas) eingesetzt werden kann. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) begrüßt diese Entscheidung – denn HIFU ist für diese Patienten eine effektive und oftmals die letzte Methode zur Schmerzlinderung, wenn Medikamente versagen. Auch das Tumorvolumen kann bei vielen Patienten durch diese Ultraschall-Anwendung reduziert werden. Auf völliges Unverständnis seitens der DEGUM stößt jedoch die Ablehnung des G-BA, den Stellenwert des HIFU bei anderen Indikationen wie Leber-, Knochenmark- und Knochentumoren durch Studien zu evaluieren.

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Foto: Prof. Dr. Holger Strunk, Oberarzt der Radiologischen Universitätsklinik Bonn

Die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei Bauchspeicheldrüsenkrebs beträgt etwa sieben bis acht Prozent. In den meisten Fällen kann der Patient nur noch palliativ behandelt werden. „Bei etwa 80 Prozent der Betroffenen ist die Lebensqualität durch den Tumorschmerz deutlich bis massiv eingeschränkt”, betont Professor Dr. med. Holger Strunk, Oberarzt der Radiologischen Universitätsklinik Bonn. „Im Verlauf der Erkrankung werden diese Schmerzen häufig sogar therapieresistent. Den Patienten hilft dann keine Schmerzmedikation mehr.” Untersuchungen aus Deutschland und dem ostasiatischen Raum zeigen, dass der Einsatz von HIFU in etwa 80 Prozent der Fälle zur Schmerzlinderung bei den Betroffenen führt. „Wir begrüßen daher die G-BA-Entscheidung, dass HIFU bei diesen Patienten eingesetzt werden kann“, so Strunk.

 

Auch das Tumorvolumen kann durch diese Behandlung bei etwa zwei Drittel der Patienten signifikant verkleinert werden. Experten vermuten, dass HIFU nicht nur einen symptomatischen Nutzen hat, sondern dass diese Methode möglicherweise auch das Überleben positiv beeinflusst. „Hierzu fehlen uns noch weitere klinische Untersuchungen, doch erste Ergebnisse zeigen, dass HIFU ein großes Potential in der Tumorentfernung haben könnte”, erklärt Strunk. Diese Ultraschall-Technik bietet Anwendern und Patienten viele Vorteile: Die Behandlung erfolgt wenig invasiv – und ruft dadurch in der Regel nur geringe Nebenwirkungen hervor. Im Gegensatz zum diagnostischen Ultraschall bündelt der Ultraschallkopf beim HIFU die hochenergetischen Schallwellen wie bei einem Hohlspiegel in einem Brennpunkt innerhalb des menschlichen Körpers. Durch die Absorption der Ultraschallwellen entsteht Wärme, die das Gewebe im Fokus des HIFU auf bis zu 80 Grad erhitzt. Bei diesen Temperaturen gerinnt das Eiweiß und die Zellen des Tumors sterben ab.

 

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass sehr präzise gearbeitet werden kann und auch Tumore in der Nähe von Blutgefäßen behandelt werden können“, ergänzt Strunk. „Da keine Nadeln, Sonden oder ähnliches eingebracht werden müssen, besteht zudem keine Gefahr einer Blutung oder der Tumorzellverschleppung, wie sie bei anderen Verfahren durch den Stichkanal vorkommen kann.“ Der G-BA hat auch überprüft, ob Studien vorliegen, die den Stellenwert des HIFU bei anderen Erkrankungen belegen. Da dies aber ein relativ neues Verfahren ist, gibt es jedoch bisher nur zu wenigen Krankheitsbildern Studien, wie eben zum Pankreaskarzinom, dem Leberzellkarzinom und dem Gebärmuttermyom. Nichtsdestotrotz könnten zukünftige Untersuchungen auch hier weitere Indikationen aufzeigen. Auf völliges Unverständnis seitens der DEGUM stößt daher die Ablehnung des G-BA, den Stellenwert des HIFU bei anderen Indikationen wie Leber-, Knochenmark- und Knochentumoren oder der Endometriose, einer gutartigen Wucherung von Gewebe der Gebärmutterschleimhaut, durch Studien zu evaluieren.

 

Mag ja sein, dass zukünftige Studien aufzeigen, dass es hier für den HIFU keinen Stellenwert gibt. Doch viele Patienten mit diesen Erkrankungen profitieren nachweislich von einem Einsatz des HIFU. Gerade bei der palliativen Behandlung von Knochenmetastasen am peripheren Skelett könnte HIFU zunehmend an Bedeutung gewonnen”, erklärt Strunk. „Nur weil derzeit keine deutschen Studien vorliegen, kann man doch nicht a priori weitere Studien ausschließen. Was ist das für ein Verständnis von Wissenschaft. Hier müssten unbedingt weitere klinische Studien zur Untersuchung des langfristigen Nutzens dieser Methode erfolgen”, so der DEGUM-Experte.

 

Litera:turhinweise:

https://www.bibliomedmanager.de/nachrichten/politik/detailansicht/34463-g-ba-krankenkassen-contra-patienten/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5376281/

https://www.aerzteblatt.de/archiv/186344/Hochintensiver-fokussierter-Ultraschall-HIFU-(1)-Erste-standardisierte-Studien-laufen

 

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) - www.degum.de

 

Bewegungstherapie hocheffektiv

Neue Erkenntnisse zu Fatigue und Polyneuropathie beim 33. Deutschen Krebskongress 2018 in Berlin vorgestellt.

 

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Viele Krebspatienten leiden unter den Nebenwirkungen ihrer Therapie. Dazu gehören etwa Erschöpfung, auch Fatigue-Syndrom genannt, oder Polyneuropathie, eine Schädigung der Nerven. Gezieltes bewegungstherapeutisches Training hilft, die zum Teil starken Einschränkungen zu reduzieren und die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern. Aktuelle Studienergebnisse – unter anderem eine Meta -Analyse aus den USA – konnten nun belegen: Körperliche Aktivität vermindert die Beschwerden erfolgreicher als eine medizinische oder eine psychologische Therapie.

 

Bewegung ist das geeignetste ‚Medikament‘ zur Reduzierung des Fatigue-Syndroms“, berichtete PD Dr. Freerk Baumann, Leiter der Arbeitsgruppe Onkologische Bewegungsmedizin am CIO Köln/Bonn. Doch nicht nur bei der Behandlung des Fatigue-Syndroms gibt es neue Erkenntnisse. „Auch bei der Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie (CIPN) zeigen Studien, dass Bewegungstherapie hilft. Für die Polyneuropathie gibt es keine andere Behandlungsmethode, deren nachhaltige Wirkung bewiesen werden konnte“, so Baumann weiter. „Sensomotorisches Training und womöglich auch Vibrationstraining erzielen die besten Effekte bei der Therapie von Nervenschäden, wie eingeschränktes Tastgefühl an den Händen sowie Kribbeln und Schmerzen an Händen und Füßen.“ Dieser Ansatz wird derzeit in einer gemeinsamen Studie der Deutschen Sporthochschule Köln und der Uniklinik Köln weiter verfolgt. Erste Forschungsergebnisse unterstützen die Annahme, dass spezielles Bewegungstraining eine hemmende Wirkung auf die CIPN haben könnte.

 

Trotz der Erfolge, die mit einer gezielten Bewegungstherapie erreicht werden können, ist es jedoch schwierig, entsprechende Versorgungsstrukturen für alle Patienten zu schaffen. „Ein therapeutisches Training während der medizinischen Krebstherapie muss individuell auf die Patienten angepasst werden. Hierzu bedarf es speziell ausgebildeter Sport- und Physiotherapeuten, von denen es zurzeit noch nicht genügend gibt“, erklärte der Direktor des Centrums für integrierte Onkologie (CIO) Köln/Bonn, Professor Dr. Michael Hallek. „Darüber hinaus bestehen in den Onkologischen Zentren auch räumliche und finanzielle Engpässe, um hochwertige Trainingsgeräte anzuschaffen.“ Erschwerend käme hinzu, dass die Sporttherapie im Gegensatz zur Physiotherapie nicht im Heilmittelkatalog aufgeführt ist , obwohl die positiven Effekte durch Sporttherapie bereits sehr gut wissenschaftlich belegt seien.

Hier ist die Gesundheitspolitik gefordert, dies schnellstens zu ändern“, unterstrich PD Dr. Baumann. „Denn, würde die Sporttherapie in den Heilmittelkatalog aufgenommen, so wäre es für die Krebszentren deutlich einfacher, entsprechende bewegungstherapeutische Strukturen aufzubauen.“ Um umfassende Informationen über die Versorgungsstrukturen zur Bewegungstherapie in Deutschland zu erhalten und Erkenntnisse darüber zu gewinnen, inwieweit Krebspatienten die Möglichkeiten der Sporttherapie überhaupt vermittelt werden, hat die Deutsche Krebshilfe eine bundesweite Umfrage bei über 700 Krebszentren durchgeführt. „Die Ergebnisse dieser Befragung werden in Kürze vorliegen, doch schon jetzt zeichnet sich dringender Handlungsbedarf ab“, erklärte Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Das Thema körperliche Aktivität in der Krebstherapie hat für die Deutsche Krebshilfe einen hohen Stellenwert. Wir halten es für wichtig, die Forschung auf diesem Gebiet voranzutreiben, um weitere wissenschaftliche Erkenntnisse zu erhalten. Wir wollen aber auch Krebspatienten und Ärzte umfassend über die positiven Effekte der Bewegungstherapie informieren.

Dies gelte zudem nicht nur für die Zeit während der Therapie, sondern auch für die Zeit danach, denn auch in der Krebsnachsorge seien Sport und Bewegung wichtig für das Wohlbefinden der Betroffenen. Um das Thema Bewegung stärker und mit Nachhaltigkeit sowohl in der Therapie als auch in der Krebsnachsorge zu verankern, haben die Deutsche Krebshilfe, der Deutsche Olympische Sportbund und die Deutsche Sporthochschule Köln im Jahr 2014 die Initiative „Bewegung gegen Krebs“ gestartet.

Unterstützt werden sie dabei von Heiko Herrlich, ehemaliger Fußballprofi und heute Bundesligatrainer sowie Antje Möldner-Schmidt, Europameisterin im 3.000-Meter-Hindernislauf. Herrlich und Möldner-Schmidt wissen als ehemalige Patienten um die zentrale Bedeutung von Sport und Bewegung während und nach der Krebstherapie. „Für mich brach eine Welt zusammen, als ich mit der Diagnose Krebs konfrontiert wurde“, berichtete Möldner-Schmidt in Berlin. „Doch Sport und Bewegung haben mir sehr geholfen, die schwere Zeit durchzustehen und viele Hürden zu überwinden.“ Die Leichtathletin erkrankte im Januar 2010 an Morbus Hodgkin. Bereits zehn Monate nach der Diagnose nahm sie das Training wieder auf und wurde im Jahr 2014 Europameisterin.

Quelle: Presseinformation 33. Deutscher Krebskongress 2018, Pressestelle Deutsche Krebsgesellschaft und Pressestelle Stiftung Deutsche Krebshilfe e.V.

 

Hirntumor-Informationstag am 21. April 2018 in Würzburg

 

Am 21. April 2018 veranstaltet die Deutsche Hirntumorhilfe zum nunmehr 42. Mal den bundesweiten Hirntumor Informationstag unter dem Thema „Fortschritte in der Therapie von Hirntumoren“ und lädt interessierte Patienten, Angehörige und Ärzte diesmal nach Würzburg ein. Mit mehr als 400 erwarteten Teilnehmern ist die ganztägige Informationsveranstaltung einzigartig im deutschsprachigen Raum. Die Teilnehmer erwartet ein vielfältiges Vortragsprogramm mit hochkarätigen Referenten.

 
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Foto: Dt. Hirntumorhilfe e.V.
 

Deutschlandweit erkranken jährlich über 7.000 Menschen neu an einem primären bösartigen Hirntumor, die Zahl der Patienten mit Hirnmetastasen infolge von Lungenkrebs, Brustkrebs oder anderen Krebsleiden ist ungleich höher. Die Deutsche Hirntumorhilfe hat sich seit 20 Jahren als zentrale Anlauf- und Kontaktstelle für Betroffene etabliert. Mit dem Hirntumor-Informationstag bietet die gemeinnützige Organisation zweimal im Jahr ein gemeinsames Forum zum Austausch für Betroffene, Experten und Multiplikatoren. Alle Projekte und Aktivitäten des unabhängigen Vereins werden ausschließlich durch private Spenden und Zuwendungen finanziert.

 

Erfahrene Mediziner und anerkannte Wissenschaftler aus dem Bereich Neuroonkologie geben einen aktuellen Überblick zu Standards und Innovationen in der Therapie von Hirntumoren und Hirnmetastasen. Bei Podiumsdiskussionen und persönlichen Gesprächen mit den Referenten haben die Teilnehmer der Veranstaltung zudem die Möglichkeit, individuelle Fragen zu klären. Darüber hinaus wird mit dem Symposium Patienten und Angehörigen eine Plattform geboten, mit anderen Betroffenen in Kontakt zu treten, Tipps zum Umgang und zur besseren Bewältigung der Erkrankung auszutauschen sowie eigene Erfahrungen zu teilen.

 

42. Hirntumor-Informationstag in Würzburg
Veranstaltungstermin: Samstag, 21.04.2018, 9:30-18:30 Uhr,
Einlass ab 8:30 Uhr
Veranstaltungsort: Julius-Maximilians-Universität
Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude (Z6), Hörsaal 0.004,
Am Hubland, 97074 Würzburg
 
Weitere Informationen, Anmeldung und Programm:
Deutsche Hirntumorhilfe e.V.
Telefon: 0341.590 93 96
info@hirntumorhilfe.de
www.hirntumorhilfe.de/projekte/informationstag

 

Metastasen: die tödlichen Töchter

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Cirka 90 Prozent aller Krebstodesfälle gehen auf das Konto von Metastasen, wie Mediziner die Absiedlungen bösartiger Tumoren nennen. Hat sich der Krebs erst im Körper verbreitet, ist er in der Regel nicht mehr heilbar. Zum Weltkrebstag 2018 informierten Experten aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum, wie es zu dieser Ausbreitung kommt: Tumorzellen zweckentfremden Blutbahnen, sabotieren ihre Umgebung und tarnen sich als “Schläfer”. Aber die Wissenschaftler haben Ideen, wie sich dieser lebensbedrohliche Prozess möglicherweise aufhalten lässt. Was macht Krebserkrankungen so gefährlich? 90 Prozent aller Krebstodesfälle gehen auf das Konto von Tumorabsiedlungen, schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Krebszellen, die sich vom Primärtumor absondern, gelangen in entfernte Körperregionen und wachsen dort zu Tochtergeschwülsten, Metastasen, heran. “Während sich viele Primärtumoren vor allem in frühen Stadien heute gut behandeln lassen, sind Metastasen die eigentliche und letztlich tödliche Gefahr”, erklärt Susanne Weg-Remers, die Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). “Leider kommt es immer wieder vor, dass ein Tumor nach zunächst erfolgreicher Behandlung wiederkehrt. Wenn dann der Krebs bereits gestreut hat, sinken die Erfolgsaussichten einer Therapie rapide. Neue Medikamente, die das Rückfallrisiko senken können, sind daher ein zentrales Anliegen der Krebsforschung.” Forscher schätzen, dass sich von einem Tumor in der Größe eines Kubikzentimeters täglich etwa eine Million Zellen ablösen können – aber nur ein verschwindend kleiner Prozentsatz davon wächst tatsächlich zu einer Tochtergeschwulst heran. “Die Metastasierung ist im Grunde genommen extrem ineffizient: Es müssen sehr viele Voraussetzungen zusammenkommen, dass es dem Tumor gelingt, sich auszubreiten. Trotz der immensen medizinischen Bedeutung der Metastasierung ist dieser Prozess leider noch sehr wenig verstanden”, sagt Hellmut Augustin vom DKFZ und von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Heute ist unbestritten, dass sich Krebszellen – anders als früher vermutet – auch schon von kleinsten Tumoren ablösen können. Um sich nun im Körper zu verbreiten, ist ein Transportsystem erforderlich – und das organisiert sich der Tumor selbst: Von einem Durchmesser von etwa einem Millimeter an ist jede Krebsgeschwulst auf die Versorgung durch Blut- oder Lymphgefäße angewiesen. Die lockt sie aktiv mit Wachstumsfaktoren herbei – und zweckentfremdet sie als Fernstraßen, um Lunge, Leber oder das Gehirn zu erreichen. Tumorzellen und Blutgefäße: eine intime Beziehung Die Reise über die Blutbahnen ist für eine Krebszelle beschwerlich: Sie muss sich zunächst durch die Zellen der Gefäßwand zwängen. In der Blutbahn selbst ist die starke Strömung eine immense Herausforderung. Um das Gefäßinnere wieder zu verlassen, braucht die Krebszelle geeignete Proteine zum Andocken und Überwinden der Gefäßbarriere. “Das ist ein extrem aktiver Prozess, der auf zahlreichen Wechselwirkungen zwischen der Krebszelle und den Gefäßwandzellen beruht”, sagt Andreas Fischer vom DKFZ. Der Gefäßexperte, der auch an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg forscht, erkannte vor kurzem, dass Krebszellen die Blutgefäße für ihre eigenen Zwecke umprogrammieren: Sie veranlassen die Gefäßwandzellen, ihnen leichter Durchlass zu gewähren. Zugleich bilden die Gefäßwandzellen bestimmte Proteine aus, an denen sich die Krebszelle wie mit einem Druckknopf verankern und die Blutbahn wieder verlassen kann. Fischers Team konnte die molekularen Schalter, die an dieser Sabotage beteiligt sind, identifizieren und teilweise mit Antikörpern blockieren: Daraufhin entwickelten krebskranke Mäuse weniger Lungenmetastasen. Wegen der immensen Bedeutung der Blutgefäße für Wachstum und Ausbreitung der Tumoren ist die Gefäßneubildung seit Jahrzehnten schon im Visier der Krebsforscher. Das erste Medikament, das diesen Vorgang blockiert, kam bereits 2005 auf den Markt – erzielte aber nur mäßige klinische Erfolge. Hellmut Augustin versucht daher, auf andere Weise zu verhindern, dass sich der Tumor mit neuen Adern versorgt. Dazu erforscht er systematisch die Signalmoleküle der Gefäßwandzellen – und entdeckte kürzlich den Rezeptor Tie1 als mögliches neues Therapieziel: Krebskranke Mäuse, in deren Gefäßwandzellen Tie1 genetisch ausgeschaltet war, entwickelten deutlich langsamer und deutlich weniger Metastasen – im Gegensatz zu ihren genetisch normalen Artgenossen. “Sicherlich müssen mehrere Schlüsselmoleküle zugleich blockiert werden, um die Gefäßneubildung wirklich effizient zu unterdrücken”, so der DKFZ-Forscher. “Ein Wirkstoff, der den Rezeptor Tie1 inaktiviert, ließe sich sinnvoll mit anderen antiangiogenen Medikamenten kombinieren.” Fruchtbarer Boden für Metastasen Metastasen treten nicht nach dem Zufallsprinzip im Körper auf, sondern – je nach Tumorart – bevorzugt in bestimmten Organen. So siedelt Prostatakrebs besonders häufig in die Wirbelsäule ab, Melanome in das Gehirn. Woran das liegt, ist nur teilweise bekannt. Allein an der Blutmenge, die ein Organ durchströmt, kann es nicht liegen, sonst müsste es beispielsweise viel mehr Metastasen in den Nieren geben – was aber tatsächlich sehr selten vorkommt. Bereits 1889 veröffentlichte der britische Chirurg Stephen Paget dazu eine berühmte Theorie: “Seed and Soil”, zu Deutsch etwa Saatkorn und Boden, müssten bei der Metastasierung zusammenwirken, so der Forscher. Bestimmte Gewebe böten bestimmten Krebszellen einen “fruchtbaren Boden”, beispielsweise in Form von Wachstumsfaktoren oder Molekülen, an die Krebszellen andocken und sich festsetzten können. “Schläfer” im Gehirn ausschalten Besonders viele Rätsel gibt die Entstehung von Hirnmetastasen auf. Insbesondere Melanome, Brust- und Lungenkrebs siedeln sich im Gehirn an: “Obwohl es für Krebszellen gar nicht so einfach ist, dort hinzukommen”, sagt Frank Winkler, der am DKFZ und am Universitätsklinikum Heidelberg erforscht, wie Hirnmetastasen entstehen. Winkler hatte im Gehirn von Mäusen das Verhalten einzelner Tumorzellen beobachtet und dabei ein typisches Verhaltensmuster festgestellt: Nach dem Austritt aus der Blutbahn heftet sich die Krebszelle an die Außenseite feiner Kapillargefäße und schart dort bestimmte Gehirnzellen um sich. In dieser “Gefäß-Nische” nehmen Hirnmetastasen grundsätzlich ihren Anfang. Die Frage ist nur, wann: Manchmal bleibt die Krebszelle einfach in ihrer Nische liegen, ohne zu wachsen. “Es ist ein großes medizinisches Problem, dass Metastasen oft erst viele Jahre nach einer scheinbar erfolgreichen Krebsbehandlung auftreten. “Wir wollen unbedingt herausfinden, wie diese “Schläfer” es schaffen, zu einer lebensgefährlichen Hirnmetastase heranzuwachsen”, so der Neurologe. Damit befasst sich das von der Deutschen Krebshilfe finanzierte Verbundprojekt “Präventive Strategien gegen Hirntumoren”, das Winkler leitet. “Wir haben bereits wichtige Prozesse der Gehirnmetastasierung aufgeschlüsselt und nehmen gezielt solche Interaktionen zwischen Tumorzelle und Gehirn ins Visier, die wir mit heute schon verfügbaren Medikamenten beeinflussen können.” In spätestens drei Jahren wollen die Forscher genug Erkenntnisse gesammelt haben, um eine klinische Studie zu starten. Das Ziel ist, mit dem aussichtsreichsten Wirkstoff zukünftige Gehirnmetastasen zu verhindern. “Metastasen sind auch deswegen schwer zu behandeln, weil sie sich häufig stark von den Krebszellen des Ursprungstumors unterscheiden”, erklärt Susanne Weg-Remers. “Neue Medikamente, die verhindern, dass Tumoren sich überhaupt auf diese Weise ausbreiten, könnten die Krebstherapie bedeutend verbessern. Bis dahin ist es umso wichtiger, dass Krebs früh erkannt wird, bevor der Tumor gestreut hat. Rechtzeitig behandelt, gibt es heute bei vielen Krebsarten eine gute Chance auf Heilung.”

Quelle: DKFZ -Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg
Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums:
Telefon: 0800 420 30 40 (kostenfrei, täglich von 8.00 – 20.00)
E-Mail: krebsinformationsdienst@dkfz.de
www.krebsinformationsdienst.de

AML (Akute myeloische Leukämie) – Neues Medikament verlängert deutlich Überlebenszeit

AML Neues Medikament Midastaurin mit deutlich verlängerten Überlebenszahlen

Ein internationales Konsortium hat unter deutscher Beteiligung – unter anderem mit Wissenschaftlern von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) – erfolgreich eine neue Therapie zur Behandlung der Akuten myeloischen Leukämie (AML) entwickelt. Mit dem Einsatz des Medikaments Midostaurin zusätzlich zur standardgemäßen Behandlung kann das durchschnittliche Gesamtüberleben von AML-Patienten mit einer speziellen Genmutation – des FLT3-Gens – von 25,6 Monaten auf 74,7 Monate verlängert werden. Von der MHH sind Professor Dr. Arnold Ganser und Professor Dr. Jürgen Krauter (Chefarzt der Klinik f. Hämatologie und Onkologie am Klinikum Braunschweig) Koautoren. “Die Studie ist deshalb so wichtig, weil sie nach vielen Jahrzehnten erstmals wieder zu einer Neuzulassung eines Medikamentes für jüngere Patienten mit AML geführt hat”, sagt Professor Ganser, Direktor der Klinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie und Stammzelltransplantation. Dieses Medikament wird für jeden dritten Patienten mit AML den Behandlungserfolg deutlich verbessern. Die Ergebnisse sind in der Online-Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlicht (June 23, 2017; DOI: 10.1056/NEJMoa1614359). Midostaurin ist kein Chemotherapeutikum, sondern gehört zur Gruppe der molekular wirkenden Medikamente, die gezielt genetische Veränderungen in den Tumorzellen ausnutzen. Es ist vom Bakterium Streptomyces staurosporeus abgeleitet, das die Teilung der leukämischen Zellen verhindert, indem es die Weiterleitung von Signalen, unter anderem des Wachstumsfaktors FLT3 aber auch anderer Kinasen, blockiert. Um Midostaurin einsetzen zu können, müssen die Leukämiezellen bestimmte Mutationen in einem ganz bestimmten Gen, dem FLT3-Gen, aufweisen. Dies wird vor Beginn der Therapie getestet. “Bei etwa einem Drittel der AML-Patienten lassen sich diese spezifischen FLT3-Mutationen nachweisen und gezielt für die Therapie ausnutzen”, erklärt Professor Ganser. “An der MHH besteht eines der weltweit acht Labore, in denen im Rahmen der Studie Patientenzellen auf diese genetischen Veränderungen geprüft wurden.” Dazu werden im Hämatologisch-molekulargenetischen Labor der MHH-Klinik von Professor Ganser unter der Leitung von Professor Dr. Michael Heuser und Privatdozentin Dr. Felicitas Thol die Tumorzellen auf eine Vielzahl von Mutationen (Veränderungen) getestet, um die jeweils beste Therapie zu identifizieren.

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Prof. Dr. Arnold Ganser (links) im Gespräch mit Privatdozentin Felicitas Thol und Prof. Dr. Michael Heuser

Die Amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat Ende April Midostaurin in Kombination mit der herkömmlichen Chemotherapie zur Behandlung der AML zugelassen, die Schweiz wenige Tage später. Die Zulassung für die übrigen europäischen Länder durch die EMA (European Medicines Agency) wird wohl noch in diesem Jahr erfolgen. “Für uns bedeutet es einen großen Erfolg in der klinischen Forschung zum Wohle der Patienten”, betont Professor Ganser.

Quelle: MHH Medizinische Hochschule Hannover vom 4. Juli 2017

Abstract der Studiendaten im “The NEW ENGLAND JOURNAL of MEDICINE” -
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1614359#t=abstract

Eierstockkrebs: Überblick über aktuelle Entwicklugen im Interview mit Prof. Dr. Dirk Kieback

Hirntumore – bundesweit 40. Informationstag bietet wertvolle Orientierung

Grafik_Veranstaltungshinweis-13.Mai 2017

 

Deutschlandweit erkranken jährlich etwa 7.000 Menschen neu an einem primären bösartigen Hirntumor, die Zahl der Patienten mit Hirnmetastasen ist ungleich höher. Die Deutsche Hirntumorhilfe hat sich seit 19 Jahren als zentrale Anlauf- und Kontaktstelle für Betroffene und ihre Angehörigen etabliert. Mit dem Hirntumor-Informationstag bietet die gemeinnützige Organisation zweimal im Jahr ein Forum zum Austausch für Betroffene, Angehörige, Experten und Multiplikatoren aus dem Bereich der Neuroonkologie.

Im Mittelpunkt stehen dabei neben etablierten Standards der Hirntumortherapie auch zukunftsweisende Verfahren und Ergebnisse aktueller klinischer Studien.

Die Besucher erwartet ein vielfältiges Vortragsprogramm mit hochkarätigen Referenten aus allen Bereichen der Neuroonkologie, die einen umfassenden Überblick zu Standards und Innovationen in der Therapie von Hirntumoren und Hirnmetastasen geben. Die medizinischen Fachinformationen werden von erfahrenen Medizinern und renommierten Experten fundiert und verständlich vermittelt. Bei Podiumsdiskussionen und in persönlichen Gesprächen mit den Referenten besteht zudem die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen.

Im zweiten Veranstaltungsteil wird Patienten und Angehörigen die Gelegenheit geboten, mit anderen Betroffenen ins Gespräch zu kommen, Tipps zum Umgang und zur besseren Bewältigung der Erkrankung auszutauschen und die eigenen Erfahrungen zu teilen.

Mit mehr als 400 Teilnehmern in den vergangenen Jahren ist diese ganztägige Informationsveranstaltung einzigartig im deutschsprachigen Raum.

40. Hirntumor-Informationstag in Köln
Veranstaltungstermin: 
Samstag, 13.05.2017, 9:00-19:00 Uhr, Einlass ab 8:30 Uhr
 
Veranstaltungsort:
Universität zu Köln
Hörsaalgebäude 105
Hörsaal A1
Universitätsstraße 35
50931 Köln
 
Veranstalter und Quelle: Deutsche Hirntumorhilfe e.V.
Telefon: 0341.590 93 96
E-Mail: info@hirntumorhilfe.de
Internet: www.hirntumorhilfe.de/projekte/informationstag